Allgemein

Wer in Deutschland am Flugfunksprechverkehr teilnehmen möchte muss ein Flugfunkzeugnis erworben haben, man unterscheidet:
• Allgemeines Sprechfunkzeugnis für den Flugfunkdienst (AZF)
• Beschränkt gültiges Sprechfunkzeugnis I für den Flugfunkdienst (BZF I)
• Beschränkt gültiges Sprechfunkzeugnis II für den Flugfunkdienst (BZF II)

Voraussetzungen:
Die formellen Voraussetzungen für den Erwerb eines Sprechfunkzeugnisses sind recht gering. Für das BZF I und BZF II ist lediglich ein Mindestalter von 15 Jahren bestimmt.

Für das AZF gelten 18 Jahre Mindestalter. Das AZF ka, mit Ausnahme von Mitarbeitern der Flugsicherung, nur auf dem Weg der Zusatzprüfung zu einem BZF erworben werden.

Der Anwärter muss insbesondere keine Pilotenlizenz besitzen. Auch unterliegt das Sprechfunkzeugnis anders als die Pilotenlizenz keiner zeitlichen Beschränkung und verfällt nicht.

photo-1417733403748-83bbc7c05140

BZF I und BZF II

 

Das BZF ist zur Ausübung des Funkverkehrs bei Flügen nach Sichtflugregeln (VFR) notwendig.

Das BZF I berechtigt zur Durchführung des Flugfunks auf Deutsch und Englisch, das BZF II berechtigt zur Durchführung des Flugfunks auf Deutsch.

 

Das AZF berechtigt u.a. den Sprechfunkverkehr bei Flügen nach Instrumentenflugregeln (IRF) und nach Sichtflugregeln (VFR) auszuüben.

Das AZF ist da höchst möglichste Sprechfunkzeugnis für den Flugfunkdienst in Deutschland. Das Allgemeine Sprechfunkzeugnis berechtigt den Inhaber zur Durchführung des Sprechfunks auf Flügen nach Instumentenflugregeln (IRF). Es gilt weltweit. Natürlich berechtigt es auch zur Durchführung des Sprechfunks im Sichtflugs. Im Sichtflug darf der Sprechfunk im deutschsprachigen Raum Boden auch auf deutsch erfolgen. Im Zuge der Berufspilotenausbildung (CPL) ist der Erwerb des AZF vorgeschrieben. Das Allgemeine Sprechfunkzeugnis für den Flugfunkdienst (AZF) berechtigt zur Durchführung des Funks im Instrumentenflug (IFR) und ist daher meist Vorstufe für das Erlangen eines Berufspilotenscheins (CPL und ATPL).

Das auf den Sichtflug (VFR) beschränkte Sprechfunkzeugnis BZF ist im AZF enthalten.

AZF

photo-1444427169197-de497742b62d

Prüfung

photo-1443140570159-279cf334cf24

 

Die Prüfung für das BZF I und BZF II, die in einer  Außenstelle der Bundesnetzargentur, abgelegt wird, besteht aus einem theoretischen Teil mit deutschen Multiple-Choice-Fragen (100 Fragen mit je 4 Antworten von insgesamt ca. 280 Fragen), von denen 75 % innerhalb von 60 Minuten korrekt beantwortet werden müssen. Für das BZF I erfolgt anschließend ein Englischtest, der aus dem Vorlesen und anschließendem mündlichen Übersetzen eines englischen Fachtextes aus der Luftfahrt besteht. Hinzu kommt für beide Zeugnisse eine praktische Flugfunkprüfung, in der ein Sichtflug simuliert wird. Der Prüfer spielt dabei den Fluglotsen.

Der AZF wird durch eine Prüfung bei der Außenstelle der Bundesnetzagentur (BNetzA) erlangt. Diese Prüfung besteht aus einem theoretischen Teil mit englischen Multiple-Choice-Fragen (40 Fragen mit je 4 Antworten von insgesamt ca. 288 Fragen),von denen 75 % innerhalb von 30 Minuten korrekt beantwortet werden müssen. Hinzu kommt eine praktische Flugfunkprüfung, in der ein IFR-Flug einschließlich Erstellung eines Flugplans simuliert wird.

Flugschule

039(1)

039(1)